Zum Inhalt springen

Wenn Daten schonungslos Missstände offenlegen

Daten können soziale Schieflagen auf die politische Agenda bringen – ein Beispiel aus Indien

Pratima Joshi, 59 Jahre alt und eigentlich Architektin, sammelt seit 30 Jahren mit ihrer Organisation Shelter Associates Daten und Informationen über die Elendsviertel in Indiens Metropolen.

Daten zur Verbesserung von Lebensumständen

Damit macht sie viele Menschen in Indien überhaupt sichtbar und weist Politik auf ihre Probleme, ihre Nöte und die gesellschaftlichen Missstände hin.

Wenn Daten soziale Hilfe bringen

Viele Menschen, die in den indischen Slums leben, haben nicht einmal eine Adresse. Deshalb können sie keine staatlichen Hilfen beantragen, sie können kein Konto eröffnen, sie können nicht wählen – zumeist ist nicht einmal bekannt, wie viele Menschen dies überhaupt betrifft. Auch Briefe oder Pakete, Lieferanten, oder schlimmer Feuerwehr und Rettungswagen können diese Menschen nicht über eine Adresse erreichen. Die Höhe der Not in den indischen Elendsvierteln ist unbekannt.

Daten können die Lösung sein: Pratima Joshi und ihre Organisation machen sichtbar, wo diese Menschen leben. Dafür werden die Angaben des Längen- und Breitengrads eines Ortes technisch in einen sogenannten Plus Code umgewandelt – er ist eine Kombination aus Zahlen und Buchstaben. So werden beispielsweise Häuser, Familien oder Lebensmittelgeschäfte auffindbar und Menschen erhalten einen Adresse über diese Koordinaten.

Lebenswirklichkeiten zeigen

Wie wichtig diese Daten sind, ist offensichtlich: Offizielle Stadtpläne hatten vor Pratima Joshis Einsatz diese Viertel lediglich als weiße Flecken ausgewiesen. Die Daten von Shelter Associates bringen diese Menschen und ihre Lebenswirklichkeit wieder auf die politische Agenda.

Quelle: yourstory https://yourstory.com/2015/02/pratima-joshi

  • #CDL News
  • #Machen
  • #Vernetzen

Wenn Daten altern: Was Webscraping für die AWO leisten kann

Wie viel weiß eine Organisation eigentlich über sich selbst? Diese scheinbar einfache Frage stand im Zentrum eines Talks, den Julia Ostheimer von Data Science for Social Good Berlin (DSSG Berlin) gemeinsam mit Lorenz Grünewald-Schukalla vom AWO Bundesverband gehalten hat. In nur 30 Minuten gaben die beiden eine kompakte, praxisnahe Einführung ins Webscraping – und zeigten anhand eines sehr konkreten Falls, warum diese Technik für gemeinnützige Organisationen weit mehr ist als eine technische Spielerei.
Weiterlesen
  • #CDL News
  • #Machen
  • #Vernetzen

Finanzierung digitaler Lösungen in der Sozialwirtschaft beim Community Collab neu gedacht

Wie können digitale Innovationen in der Sozialwirtschaft langfristig finanziert werden? Welche Partner braucht es? Und wie können digitale Innovationen künftig leichter ihren Weg in die Praxis finden? Mit diesen Fragen beschäftigten sich Fach- und Führungskräfte aus sozialen Organisationen, Digitalisierungsverantwortliche und weitere Expert*innen in einer digitalen Ideenwerkstatt.
Weiterlesen
  • #Espresso Talks
  • #Lernen
  • #Vernetzen

Kognitive Selbstbestimmung – was ist uns mentale Gegenwärtigkeit in der Demokratie wert?

Wir sprechen viel über Datenschutz, Desinformation und algorithmische Diskriminierung. Weit weniger sprechen wir darüber, was digitale Systeme mit unserer Kognition im Allgemeinen und unserer Aufmerksamkeit im Besonderen machen. Dabei liegt genau hier eine der zentralen Machtfragen des KI-Zeitalters.
Weiterlesen